Mit Kind in die Sauna?
Medizinisch steht es außer Frage, dass in die Sauna gehen eine gesunde Geschichte ist. Wer regelmäßig sauniert, stärkt das Immunsystem und tut seinem Herz-Kreislauf-System etwas Gutes. Aber ist es auch gut für Kinder? Und wenn ja, ab welchem Alter?
Es gibt Länder, in denen die Kinder von klein auf in die Sauna gehen. Zum Beispiel in Finnland, dem Mutterland der Sauna. Dort soll es sogar Saunageburten geben. Letztere sind medizinisch allerdings eher umstritten. Aber zurück zum eigentlichen Thema. Der Deutsche Saunabund (ja, den gibt es wirklich) sagt: „Wenn ein Baby ganz gesund ist, kann es nach vollendeten vier Monaten schon das erste Mal in die Sauna gehen."
Ich würde das Ganze etwas differenzierter angehen. In öffentlichen Saunas ist es schon notwendig, dass ein Kind trocken und sauber ist. Darüber hinaus gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:
Das Kind sollte nach den üblichen Vorsorgeuntersuchungen als gesund gelten.
Mit Kindern sollte man nicht zu heiß saunieren. Richtwert: 60 Grad Celsius.
Die Kinder sollten niemals ohne Begleitung eines Erwachsenen in die Sauna gehen.
Vor allem am Anfang sollten diese Saunagänge nur drei bis vier Minuten lang sein.
Nach dem Saunieren sollte man die Kinder nicht schnell mit kaltem Wasser abschrecken, sondern eher langsam abkühlen lassen.
Das Allerwichtigste: Es muss Ihnen UND dem Kind Spaß machen.
Wenn man diese paar Regeln beachtet, spricht tatsächlich nichts dagegen, Kinder mit in die Sauna zu nehmen. Viel Spaß.
Weitere interessante Tipps
Auge schmiert (Baby)
Ein Thema für Eltern von Babys. Ein häufiger Grund, aus dem Eltern mit ihrem Baby in die Praxis kommen, ist, dass das Auge des Kindes schmiert. Die Eltern bemerken, dass das Auge ein bisschen gerötet und sehr verklebt ist sowie womöglich gelblicher „Schmadder" im Auge zu sehen ist. Die Eltern meinen dann meist, dass das Auge eitert - was aber fast nie der Fall ist.
Selbstverletzendes Verhalten II
Ein schwieriges, belastendes Thema: selbstverletzendes Verhalten bzw. Ritzen. Vom Doc gibt's dazu das Wichtigste in Kürze. Für alle, die mehr lesen möchten, folgt ein Link zu einem Interview, das der Kinder- und Jugendpsychiater Frank Köhnlein dem Schweizer Elternmagazin „Fritz und Fränzi" gegeben hat.
„Picky Eating“
Viele Eltern kennen das: Am Esstisch gibt's Stress und Krach, weil der oder die Kleine nur den Käse oder die Wurst isst - nicht aber das Brot. Und ganz bestimmt keine Gurke - oder sogar Brokkoli!!! Auf welche Art auch immer: Kinder können furchtbar spezielle Esser sein. Unter Umständen spricht man dabei von „picky eating".