Dos and Don'ts am Tag der Zeugnis-Vergabe
Die Tage, an denen Kinder Zeugnisse erhalten, sind für Familien wichtig - und oftmals schwierig und konfliktträchtig. Darum hier ein paar Tipps, wie der Tag gut laufen kann.
Keine Strafen und auch keine absurden Belohnungen. Man sollte sich klar machen, dass eine Note nicht unbedingt etwas darüber aussagt, wie sehr ein Kind sich angestrengt hat oder darüber, ob es Leistungsbereitschaft an den Tag gelegt hat - sondern viel mehr darüber, wie gut es mit einer gestellten Aufgabe klargekommen ist. Jemand, dem Mathe leicht fällt, muss sich für eine 2 nicht anstrengen, andere strengen sich wie verrückt an und es wird trotzdem „nur" eine 4.
Keine Vergleiche unter Geschwistern. Das ist nicht gut fürs Familienklima und es hilft der kindlichen Entwicklung nicht, Sätze zu hören wie „nimm dir doch mal ein Beispiel an deiner Schwester" oder „dein Bruder hat sich mehr angestrengt." Das ist im Endeffekt nur beschämend für das Kind.
Den Zeugnis-Tag nutzen, um mit den Kindern gemeinsam auf das zurückliegende Jahr zurückzuschauen, ganz unabhängig von Schule. Fragen können sein: Wo in deinem Leben gab es tolle Erlebnisse, wo ging es voran, bist du vielleicht ein bisschen mutiger geworden, hast du deinen Freundeskreis vergrößert, ein neues Hobby gefunden? Also einfach schauen, wo bei dem Kind positive Entwicklung stattgefunden hat.
Authentisch sein. Wir Eltern sollten die Gefühle, die unser Kind mit dem Zeugnis hat, ernst nehmen und es begleiten. Ein Kind darf ruhig mal ein, zwei Tage traurig sein über ein Zeugnis. Da hilft es nicht, wenn man Dinge sagt wie „das ist doch nicht schlimm" oder „stell dich nicht so an". Toll ist, wenn es gelingt, so eine Traurigkeit oder Missgestimmtheit einfach emotional zu begleiten. Und, wenn das Kind zum Beispiel Motivation zeigt, Dinge anders oder besser machen zu wollen, dass man dann gemeinsam drüber redet, wie man im neuen Schuljahr Dinge anders gestalten kann.
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