Von uns empfohlen: RSV-Impfung fürs Baby
Seit ein paar Jahren beschäftigt und sorgt es Eltern in besonderem Maße: das RS-Virus. Und tatsächlich kann eine Infektion bei Babys und Kleinkindern schwere Verläufe nehmen. Gut also, dass es eine Impfung gibt.
Vorneweg: Die Impfung gegen das RS-Virus ist keine Impfung im eigentlichen Sinne. Es geht hier um die Gabe von Antikörpern, die mindestens sechs Monate im Körper verweilen und so die Babys vor einer RSV-Infektion schützen können.
Von der Stiko empfohlen und von den Kassen bezahlt wird diese Impfung im Jahr 2024 für alle Babys, die ab dem 1. April 2024 geboren wurden.* Wir in der Praxis können hinter dieser Empfehlung sehr gut stehen.
In Spanien hat man 2023 schon eine sehr große Kohorte mit genau diesem Stoff geimpft und dabei zum einen gesehen, dass das Mittel wirklich sehr gut verträglich ist und zum anderen konnten die Krankenhauseinweisungen um 80 Prozent gesenkt werden, was schon eine sehr, sehr gute Zahl ist.
Denn tatsächlich ist es eben so, dass eine RSV-Infektion bei manchen Babys wirklich richtig blöd verläuft und das Ganze im schlimmsten Fall auch an der Beatmungsmaschine enden kann. Und was auch nicht unwichtig ist: Babys, die sehr früh im Leben eine RSV-Infektion durchgemacht haben, sind oftmals über Jahre sehr, sehr anfällig für Atemwegserkrankungen, bekommen als Kleinkinder dann z. B. immer wieder obstruktive Bronchitis. Dies zu verhindern, ist auch ein lohnenswertes Ziel.
Über die RSV-Infektion an sich gibt es schon ein Video und Merkblatt. HIER klicken und scrollen bis R wie RSV.
*Wie es in den nächsten Jahren gehandhabt werden wird, steht noch nicht fest. Fragen Sie dann ggf. einfach in Ihrer Kinderarztpraxis nach der aktuell gültigen Regelung.
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