Blutuntersuchung oder „Wer viel misst, misst viel Mist."
Immer wieder fragen Eltern, ob wir nicht mal eine Blutuntersuchung beim Kind machen wollen. Dazu gibt es vor allem zwei Dinge zu sagen.
Ein Spruch, der beim Thema Blutuntersuchung oft passt: „Wer viel misst, misst viel Mist." Soll heißen: Es ist nicht angebracht und ergibt keinen Sinn, „einfach mal so" das Blut zu untersuchen.
Wenn Eltern das - für ihr gesundes Kind - wünschen, muss man sagen: Nein, dafür gibt es medizinisch keinen Grund. Wenn jemand gesund und munter ist, dann braucht's keine Blutuntersuchung.
Das ist der wichtigste Punkt: Es braucht einen Grund - Beschwerden oder gewisse Symptome - bei denen „man" denkt, dass hier eine Blutuntersuchung weiterhelfen könnte. Wobei „man" ein Arzt oder eine Ärztin sein sollte.
Und damit zum zweiten Punkt: Die Ergebnisse einer Blutuntersuchung können und sollen nur von der Person bewertet werden, die die Untersuchung angeordnet hat und die Ahnung von der Bedeutung einzelner Blutwerte hat.
Manchmal sind Eltern nämlich irritiert, wenn sie selbst den Ergebnisbogen betrachten, weil da irgendwo ein Plus oder ein Minus steht, obwohl es doch hieß, es sei alles in Ordnung. Und dazu muss man sagen: Ja, so etwas mag es geben. Aber es braucht eben eine gewisse Erfahrung und Hintergrundwissen, um zu wissen, dass es bei einem Wert auch mal eine gewisse Verschiebung geben kann, ohne dass das irgendwie problematisch wäre.
Zusammengefasst: 1. Keine unnötigen, nicht angebrachten Blutentnahmen. 2. Die Interpretation bitte Fachärztinnen und -ärzten überlassen und nicht Dr. Google oder anderen mehr oder weniger kompetenten Menschen.
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